Steph Who?!

A little bit about this and that

Archive for October 2012

Folgen der ‘Promoted Posts’

leave a comment »

Aus beruflicher Sicht schätze ich ‘Promoted Posts’. Sie geben mir die Möglichkeit Freunde meiner Fans mit Inhalten zu versorgen und nicht nur auf äußerst stupide Art und Weise auf meine Fanpage aufmerksam zu machen.
Die Wege, die Facebook beschritten hat, um Nutzer beinahe zu zwingen, dieses Feature zu nutzen, missbillige ich allerdings aufs äußerste – aus beruflicher wie auch privater Sicht.

Schaden diese Schritte womöglich?
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Inhalte, die ich nun auf Facebook teile, meine Freude erreichen, ist nun ja geringer. Wieso Facebook unter diesen Umständen noch als Sharing-Plattform ansehen. Nimmt dadurch nicht eher Facebooks Bedeutung als Tagebuch zu?

Wie komme ich auf diese Gedanken: gestern habe ich mit mehr oder weniger Interesse eine Diskussion zum Thema Social TV Apps auf den Münchner Medientagen verfolgt. Eine der Fragen drehte sich um die Bedeutung von Facebook in diesem Bereich.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Facebook bei manchen Events (Tatort, ESC, diverse Fußballspiele, 1. Staffel von The Voice) zu eben diesen Zwecken genutzt wird, die die meisten Social TV Apps verfolgen.
Ich bezweifle allerdings daran, dass es dabei bleibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Facebook, durch die wirtschaftlich getriebene Änderung der Timeline, den Status als Sharingplattform verliert, somit ein Hauptnutzen des Netzwerks verloren geht und die Interaktionen abnehmen.

Written by Stephanie Werner

October 26, 2012 at 11:02 am

Posted in Social Media

Szenario: Google gräbt TV-Sendern und deren Vermarktern das Wasser ab

leave a comment »

Red Bull Stratos und der am Dienstag auf ProSieben ausgestrahlte Spot Eine Welt ohne TV-Werbung ist eine Welt ohne Marken haben mich unüberlesbar dazu gebracht, mal wieder den Stift in die Hand – oder besser gesagt – die Tastatur unter die Finger zu nehmen. Nach meinem Post Adidas, Mercedes und McDonalds – von starken Marken suchte mich die Frage heim: “Gibt es Firmen, die es ohne TV-Werbung geschafft haben?”. Ich meine so richtig. So richtig richtig. Also so, dass das Logo in beinahe jedem Winkel der Erde erkannt würde. Also so wie bei Red Bull: Egal in welcher Großstadt ein Mensch im Raumanzug auf dem Bürgersteig einschlagen würde, man wüsste: den hat Red Bull geschickt.

Mittwoch morgen kam mir dann Google in den Sinn. Nachdem mir zwei Atemzüge später dann allerdings einfiel, dass selbst Google auf TV-Werbung zurückgreift, verwarf ich diesen Gedanken recht schnell wieder. Naja, so ganz dann doch wieder nicht. Die nächste Überlegung war geboren: Wenn Google selbst das Medium Fernsehen nutzt, um auf sich aufmerksam zu machen, was plant das Unternehmen dann, um aus diesem – anscheinend auch durch Googles Goggles betrachteten – wichtigen Markt Kapital zu schlagen? In wie weit kann der Versuch des Unternehmens, mit Google Fibre auch auf die TV-Bildschirme der Haushalte zu gelangen, nicht nur den TV-Sendern sondern auch deren Vermaktern das Wasser abgraben?

Abgesehen von dem “Wörtchen” Gigabit unterscheidet sich das Google Fibre-Angebot derzeit nicht sonderlich von einem Entertain Angebot von T-Online und hat mit 120US$ einen stolzen Preis, aber man darf das Angebot Free Internet nicht übersehen. Für eine Set Up Gebühr von 300US$ (alternativ 25US$/ Monat für einen Zeitraum von 12 Monaten) gibt’s für mindestens 7 Jahren bis zu 5Mbps Upload und 1Mbps Download Speed. Ich sage dazu mal: Nicht schlecht! Damit dürfte es Google gelingen, einen Fuß in so manchen – vorerst nur – US-Haushalt zu bekommen. Ist die Tür erstmal offen, fällt es dem Kunden wahrscheinlich leichter die Tür Stück für Stück weiter zu öffnen und früher oder später auch einen Anschluss am Fernseher freizugeben. Oder?

Und wie sähe die Werbelandschaft aus, würde Google Fibre und AdWords kombinieren?

Worauf ich hinaus möchte: Google AdWords ist wirklich angenehm zu nutzen. Grundsätzlich bin ich nur ein paar Mausklicks von meiner Zielgruppe entfernt. Nach erfolgreichem Abschluss der Vorarbeiten (Design der Banner, Definiton der Keywords, Zielgruppen etc.) gebe ich mein Budget an und lege alles vertrauensvoll in Googles Hände. Den Rest der Arbeit übernimmt dann höhere Mathematik. Und, wenn ich dem Unternehmen Glauben schenken kann, sorgen diese Algorithmen dann unter Berücksichtigung des definierten Kapitaleinsatzes dafür, dass möglichst viele potentielle Kunden meine Anzeigen zu sehen bekommen. Im Großen und Ganzen also recht bequem.

Wenn es bei der TV-Werbung doch auch so laufen würde… Tut es aber nicht. Hier müssen Unternehmen bzw. die beauftragten Agenturen schon ein wenig mehr Zeit investieren, um das Beste aus der Kampagne zu holen: Analyse des TV-Programms, der Zielgruppenrelevanz, des besten Sendeplatzes und was es nicht noch alles zu berücksichtigen gibt?! Ja, da wäre in jedem Fall noch das liebe Geld. Das liebe Geld ist auch ein Grund wieso TV-Werbung für KMUs nicht interessant ist. Bzw. interessant wäre, aber nicht bezahlbar. An dieser Stelle beweist Google dann wohl, dass sich der Long Tail – unter gewissen Umständen – tatsächlich monetarisieren lässt.

Ich glaube, Google hat den ersten Schritt gemacht, um in 5-10 Jahren (aus Sicht von Unternehmen also übermorgen) in der Lage zu sein, die Vorteile von Google AdWords (Stichwort: Convenience) und dem Medium Fernsehen (die hohe Werbewirksamkeit) zu kombinieren. Das würde heißen, Google wäre in der Lage integrierte Marketingkampagnen auf den drei wichtigsten Kanälen (im Internet, mobilen Endgeräten und im TV) anzubieten – alles nur ein paar Mausklicks entfernt. Wieso sollten die Algorithmen, die für Online-Werbung funktionieren, nicht auch auf das Fernsehen anwendbar sein? Wieso sollte sich Googles “Werbeplatz-Versteigerungssystem” nicht auch auf TV-Spots übertragen lassen? Würde der Mitarbeiter einer Agentur dann nicht einfach nur einen Clip hochladen, die bereits angelegten Keywords sowie die Zielgruppe bestätigen, das Budget eingeben und den Rest einfach Google überlassen, statt die Zeit damit zu vergeuden, Einschaltquoten und Marktanteile bei den Zuschauern im Alter von 14-49 Jahren zu analysieren? Könnten Unternehmen Ihre Anzeigen dann nicht selbst schalten? Würde dies TV-Sendern und ihren Vermarktern nicht den Boden unter den Füßen wegziehen?

Und: wieso – verdammt nochmal – muss ich bei einer Sendergruppe meine Werbung im Internet und TV immer noch getrennt schalten?

Ich werde hier (oder woanders) wohl kaum Antworten auf meine Fragen erhalten, aber nachdem das Internet ja bekanntlich nicht vergisst, werde ich in 5-10 Jahren auf diesen Post zurückblicken können und mir entweder sagen: “Mensch, hab’ ich’s doch gewusst!” oder aber “Mensch Mädel. Du hattest damals schon keine Ahnung und hast sie wahrscheinlich immer noch nicht.”

Written by Stephanie Werner

October 19, 2012 at 1:09 pm

Posted in Medien, Trends

Adidas, Mercedes und McDonalds – von starken Marken

leave a comment »

Turnschuhe mit drei Streifen, schwarze Autos mit Stern und ein gelbes M – dank erfolgreichem Brand Building wissen wir wovon die Rede ist. Die Verfechter des 30 Sekünders von SevenOne Media haben die Bedeutung von Marken in einem kurzen Clip wunderbar auf den Punkt gebracht.

Meistens sind wir uns zuhause einig, doch in Bezug an ein Thema treffen dann doch unterschiedliche Sichtweisen aufeinander: auf der einen Seite die Meinung eines Verfechters der “traditionellen” Werbung – schließlich verdient er sein Geld damit. Auf der anderen Seite ich, Mitglied der Generation Y, Marketingfuzzi in einem KMU, großer Fan von viralem Social Media-Marketing. Der Ausgang einer Diskussion zum Thema Werbung/ Marketing/ Brand Building ist vorhersehbar. Oder? Wahrscheinlich? Vielleicht? Oder doch nicht.

Ja, im Grundsatz sind wir uns einig: Social Media-Marketing stellt eine große Chance dar, aber ohne Präsenz in ‘Massenmedien’, vor allem TV geht’s auch nicht. (Er ist clever und ich habe mit Wiesn-Gaudi.tv meine Erfahrungen gesammelt.)

Der beste Beweis: Red Bull Stratos. Vergangenen Sonntag fieberten deutschlandweit Millionen Menschen mit, als Felix Baumgartner in 39.000 m Höhe aufstieg und im freien Fall die Schallmauer durchbrach.
Weltweit waren auf “YouTube live” zeitgleich 7,3 Millionen Menschen zugeschaltet – noch nie zuvor haben so viele User gemeinsam ein Online-Live-Event verfolgt. (Quelle: Spiegel Online) In Deutschland sahen auf n-tv rund 6,93 Millionen Zuschauer das Geschehen und in der Zielgruppe der 14-49-Jährigen erzielte n-tv (in der Spitze bis 27 Prozent Marktanteil) einen persönlichen Rekordwert. (Quelle: DWDL.de)

Mit Felix Baumgartner kommen wir dann auch zum Ziel des Posts. Red Bull hat es geschafft! Geht mal auf translate.google.de und gebt in einer x-beliebigen Sprache ‘Red Bull’ ein.

 

Dies hätte Red Bull nicht geschafft, hätte es nicht durch seine unverwechselbaren integrierte Event-, Kommunikations- und Marketingkampagnen eine Marke geschaffen.

Mit diesem Thema beschäftigen sich auch mein One and Only und seine Kollegen. Heute, auch im TV ausgestrahltes Ergebnis, ist folgender Clip (Quelle: ProSieben)

Und da muss ich den Anhängern des 30 Sekünders definitiv Recht geben: ohne TV Werbung hätten es schwarze Autos mit einem Stern und das gelbe ‘M’ nicht so weit gebracht.

Written by Stephanie Werner

October 16, 2012 at 8:07 pm

Posted in Brands